Die Klärung der Beziehung zur Mutter oder die Sache mit dem Urvertrauen




Die Kindheit oder der Grundstein des Urvertrauens


Aufgrund des Umstandes, dass ich meine ersten drei Lebensjahre bei meinen Großeltern gelebt habe, war die Beziehung zu meiner Mutter immer schwierig – nicht mal, weil wir uns nicht verstanden haben, sondern weil meine Bezugsperson meine Oma war.

Gab es Streit mit Schulkameradinnen, war meine Oma meine erste Ansprechperson.

Hatte ich etwas auf dem Herzen, wusste das niemand… oder eben meine Oma.

Sie war auch die Einzige, die mich in den Arm genommen und wie es sich für eine richtige Oma gehört, nach Strich und Faden verwöhnt hat. Noch heute erinnere ich mich an meine Gefühle, wenn wir an einer bestimmten Kreuzung nach links in Richtung zu Hause und nicht nach rechts in Richtung Oma abgebogen sind. Sie war für mich jahrelang das, was meine Mutter aufgrund verschiedener Umstände nicht sein konnte.


Je älter ich wurde, desto mehr wurde mir bewusst, dass mir etwas fehlte, was andere hatten… nämlich Selbstbewusstsein.

Ich versteckte mich hinter einer Fassade von Unnahbarkeit, was auf viele arrogant wirkte, obwohl es reine Unsicherheit war. Je mehr ich mir Gedanken darüber machte, wie ich auf andere wirkte, desto arroganter kam ich rüber.


Irgendwann stieß ich auf den Begriff Urvertrauen – wie man es verliert, was es für Auswirkungen hat und am wichtigsten… wie man es zurückbekommt und es war die Antwort auf meine scheinbare Arroganz.



Wie kann man sein Urvertrauen verlieren?


Bei mir war es zum einen durch die Trennung von meiner Mutter, das Weggeben, aber auch wenig ideale Umstände während und kurz nach meiner Geburt und zum anderen - wie ich später auch heraus gefunden habe - schon durch eine Begebenheit während der Schwangerschaft meiner Mutter mit mir.


Was die genaue Ursache dafür war, lässt sich natürlich nicht mehr nachvollziehen - vielleicht war es die Summe von allem - auf jeden Fall war es weg, ich die Unsicherheit in Person, das Verhalten meiner Mutter machte es nicht besser.


Mein Beispiel ist typisch - das Urvertrauen kann man schon im Mutterleib verlieren (das Baby bekommt über die Gefühle der Mutter alles mit), während der Schwangerschaft, z.B. bei einem Kaiserschnitt, im Baby-Alter, wenn es schreit und keinen interessiert es, bei der frühen Trennung von der Mutter durch Adoption oder Tod der Mutter, um nur einige gravierende Beispiele zu nennen.



Was kann man tun, um wieder zu vertrauen?


Richtig zurück zum Urvertrauen fand ich durch Aufstellungen, durch Meditation, durch meine spirituelle Arbeit und Ausbildung sowie durch Menschen, die mich unterstützt und beraten haben.



Bei einer Aufstellung z.B. kommen Dinge ans Licht, die nie ausgesprochen wurden und denen man sich meist nicht einmal bewusst ist. Durch die Bewusstwerdung können sie transformiert werden und die Beschwerden, Probleme und Blockaden lösen sich im Idealfall quasi wie von selbst auf.

Ein wichtiger Punkt aber war, dass ich mich mit mir selbst beschäftigt habe, zurück zur Selbstliebe gefunden und mein Selbstbewusstsein aufpoliert habe.

Saß ich früher den ganzen Sonntag vor dem Fernseher, weil ich nichts besseres mit mir anzufangen wusste, so findet man mich heute draußen in der Natur beim Wandern, Joggen oder Waldbaden oder ich beschäftige mich daheim mit Lesen, Lernen oder was mir grad so einfällt und wozu ich Lust habe. Und natürlich kann ich auch heute noch den ganzen Tag faul vorm Fernseher verbringen.

Ich bin mir wichtig und lasse mich weder gehen noch überfordere ich mich.


Der wichtigste Punkt aber waren die Gespräche mit meiner Mutter. Mit knapp 50 bekam ich endlich die Erklärung, warum meine Mutter so war wie sie war, warum sie mich zu meiner Oma gegeben hatte und dass ihr das alles mindestens so weh tat wie mir. Wobei ich den Schmerz gar nicht spürte, denn ich hatte ihn irgendwo vergraben, wo ich ihn mühsam wieder ausgraben und heilen durfte.


Der erste Schritt zur Heilung waren die Gespräche, das Verständnis für meine Mutter und eben die Annahme, dessen, was war und ganz wichtig die Vergebung. Die Erleichterung, dass nach Jahren endlich eine wichtige Beziehung geklärt wurde, wirkte sich auf mein ganzes Leben aus. Eine große Last wurde von meinen Schultern genommen, vieles wurde leichter, die Mutter-Tochter-Beziehung immer besser. Natürlich gab und gibt es noch das ein oder andere, was ich an ihr nicht verstehe, aber inzwischen bin ich so weit, dass ich ausnahmslos alle Menschen so nehme, wie sie sind und das (Ver)Urteilen größtenteils abgelegt habe.


Jeder Mensch hat seine Gründe, dass er etwas macht, wie er es eben macht, dass er ist, wie er eben ist und jeder Mensch macht etwas, weil er es in dem Moment für das richtige hält, auch wenn 20 andere wissen, dass es Käse ist.

Dazu auch bald mehr in meinem Blog zu toxischen Beziehungen.



Fazit oder was habe ich daraus gelernt?


Das Fatale an den Erlebnissen, die wir in der Kindheit, in der Baby- und Kleinkindzeit und auch im Mutterleib haben, ist, dass sie sich im Unterbewusstsein festsetzen und von dort unser Leben beeinflussen, ohne dass wir es wissen. Wir merken es… wir merken, dass etwas nicht rund läuft und das immer und immer wieder, aber wir kommen nicht darauf, warum es immer noch nicht rund läuft, obwohl wir im Außen doch so viel verändert haben.


Du kannst vom Südpol zum Nordpol ziehen und meinen, dass du dort ein ganz neues Leben beginnen kannst, deine Probleme am Südpol lassen… es wird nicht funktionieren. Es wird dich in irgendeiner Art wieder einholen, da du die Ursache immer mit dir mitnimmst.


Nur durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein, dem Inneren Kind (auf das ich in einem weiteren Blog auch noch näher eingehe), deinem Schatten wirst du richtig festsitzende und dich immer wieder einholende Probleme und Blockaden beheben können.


Die besten Methoden dafür sind unter anderem verschiedene geführte Meditationen zum Inneren Kind und Heilung von Beziehungen oder die Ur-Matrix-Methode. Durch diese Methoden bekommst du Zugang zum Unterbewusstsein und kannst auflösen, was dich an deiner Entfaltung, an einem glücklichen und freien Leben hindert.

Auch eine psychologisch-mediale Familienaufstellung, in der wieder die Ur-Matrix zum Einsatz kommt, leistet hier wertvolle Arbeit.












33 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen